Kärnten
Kärntner Demokratie-Wahlkampf 2009 Drucken E-Mail
Donnerstag, 01. Januar 2009 um 00:00

Immer mehr Menschen sind der Meinung, dass ein Demokratisierungsschub dringend ansteht. Immer mehr Menschen wollen, dass die Bevölkerung Volksabstimmungen durchsetzen kann, weil dies positive Auswirkungen auf die Qualität der Gesetzgebung, der politischen Diskussion und der Transparenz hat. mehr demokratie! hat daher allen Parteien, die zur Kärntner Landtagswahl kandidieren, 12 Fragen zu direkter Demokratie und Wahlrecht gestellt und die eingelangten Antworten übersichtlich aufbereitet.

1. März: Ihre Demokratie-Verbesserungschance
Setzen Sie Ihre Stimme für mehr direkte Demokratie ein!

 

Immer mehr Menschen halten es für unzureichend, bloß alle paar Jahre wählen zu dürfen, jedoch vor und nach dem Wahltag von einer politischen Mitentscheidung ausgeschlossen zu sein. Immer mehr Menschen wollen daher mehr Demokratie und möchten zusätzlich zu Wahlen auch in Sachfragen, die sich auf ihr Leben auswirken, mitentscheiden können.

 

mehr demokratie! versteht sich als Teil der Demokratisierungsbewegung. Wir treten für wirksame, bürgerInnen-freundliche und faire Formen der BürgerInnen-Mitbestimmung, vor allem durch Volksabstimmungen, ein. mehr demokratie! hat daher an alle wahlwerbenden Parteien 12 Fragen zu demokratie-politischen Aspekten gerichtet, die aus Sicht von mehr demokratie! wichtig sind. Wir haben sämtliche kandidierenden Parteien ersucht, in ihren Antworten zu gewichten, wie stark (3 Ja- und 3 Nein-Stufen) sich die Partei in der kommenden Wahlperiode für bzw. gegen die 12 demokratisch-politischen Forderungen einsetzen wird. Die Antworten und Kommentare der Parteien sind hier auf der mehr demokratie!-Homepage übersichtlich dargestellt. Mit wenigen Klicks können sich daher alle Wählerinnen und Wähler ein eigenständiges Urteil bilden, welcher Partei sie am ehesten mehr direkte Demokratie und eine Verbesserung der Demokratiequalität zutrauen.

 

"Wahlempfehlung" von mehr demokratie!

mehr demokratie! ist eine überparteiliche Initiative. Dennoch geben wir an alle Kärntnerinnen und Kärntner eine klare Wahlempfehlung ab: „Gehen Sie am 1. März wählen und setzen Sie Ihre Stimme für direkte Demokratie ein! Lassen Sie in Ihre Wahlentscheidung demokratie-politische Aspekte maßgeblich einfließen und machen Sie diese Wahl zu einer Richtungsentscheidung für mehr direkte Demokratie! Geben Sie jenen Parteien den Vorzug, von denen eine Verbesserung der direkt-demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten erwartet werden kann!“

 

 

Inhaltsverzeichnis

12 Demokratie-Fragen & die Parteien-Antworten

Zusammenfassende Darstellung aller Parteienantworten

Feedback - Ihre Meinung ist uns wichtig

Tell a friend - Diesen Link einer Freundin/einem Freund schicken

Links zur Kärntner Landtagswahl

Links zu den kandidierenden Parteien

Anmerkungen zur grafischen Darstellung der Parteienantworten

 

 

  • Die Darstellung der Antworten erfolgt in den Ampelfarben rot für "nein" bzw. grün für "ja".
  • Auf einen erläuternden Kommentar einer Partei zu ihrer Antwort wird durch einen Hyperlink bei der Partei-Abkürzung hingewiesen.
  • Weitere Hinweise siehe Anmerkungen zur grafischen Darstellung der Parteienantworten
  •  

     

    A. Landesebene

     

    Frage 1: Wirksame Veto-Volksabstimmungen
    Nach derzeitiger Rechtslage kann über ein neues Landesgesetz nur dann eine Volksabstimmung erfolgen, wenn der Landtag, der das Gesetz beschlossen hat, selber eine Volksabstimmung zulässt (Art. 33 Kärntner Landesverfassung). Die von den Auswirkungen des Gesetzes betroffenen BürgerInnen selber verfügen jedoch über keine Möglichkeit, eine verbindliche Volksabstimmung herbeizuführen, um zu klären, ob dieses Gesetz mehrheitlich abgelehnt oder unterstützt wird.
    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass Veto-Referenden gegen neue Landesgesetze und Landesverordnungen ermöglicht werden und dass ab Einreichung eines gewissen Anteils der erforderlichen Unterstützungserklärungen eine Entscheidungspause verankert wird?

     

    BZÖ


    Ja Ja Ja

    FPÖ



    Ja Ja Ja

    GPÖ



    Ja Ja

    GRÜNE



    Ja Ja

    KPÖ




    ÖVP




    SPÖ




    STARK



     

     

     

    Frage 2: Wirksame Initiativ-Volksabstimmungen

     

    Ein Verfassungsgerichtshof-Urteil aus 2001 hat den Gestaltungsspielraum der Länder für verbindliche Formen direkter Demokratie sehr eng ausgelegt. Jene Bestimmung der Vorarlberger Verfassung, die ermöglicht hat, dass auch gegen den Willen des Landtags aufgrund einer Initiativ-Volksabstimmung ein Landesgesetz zustande kommen konnte, wurde aufgehoben. Herausragende RechtsexpertInnen (Univ.Prof. Anna Gamper, Univ.Prof. Peter Pernthaler, Univ.Prof. Theo Öhlinger) haben dieses VfGH-Urteil deutlich kritisiert und überzeugend argumentiert, dass auf Landesebene verfassungskonforme Formen verbindlicher Initiativ-Volksabstimmungen eingeführt werden können.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass das Land Kärnten ermöglicht, dass eine verbindliche Volksabstimmung erfolgt, wenn das Anliegen eines erfolgreichen Volksbegehrens nicht innerhalb angemessener Frist umgesetzt wird?

     

    BZÖ

    Ja Ja Ja

    FPÖ

    Ja Ja Ja

    GPÖ

    Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 3: Wirksame Volksabstimmungen bei Verfassungsänderungen

     

    Nach derzeitiger Rechtslage ist eine Volksabstimmung über Änderungen der Kärntner Landesverfassung nur vorgesehen, wenn es der Landtag beschließt (Art. 34 Kärntner Landesverfassung). Verpflichtende Volksabstimmungen bei Verfassungsänderungen (wie auf Bundesebene und in einigen Bundesländern bei einer „Gesamtänderung der Verfassung“) sind in Kärnten nicht vorgesehen. Die grundlegenden Regeln über die Entscheidungsfindung und Machtverteilung des politischen Systems sollten sich die PolitikerInnen aber nicht untereinander ausmachen können. Änderungen der Verfassung sollten vielmehr eine Zustimmung der Bevölkerung durch eine Volksabstimmung erfordern. Voraussetzung für verpflichtende Volksabstimmungen über alle Verfassungsänderungen ist, dass die Verfassung zuvor von Regelungen "entrümpelt" ist, die nicht in eine Verfassung gehören.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass über Verfassungsänderungen generell Volksabstimmungen erfolgen?

     

     

    BZÖ

    Ja Ja Ja

    FPÖ

    Ja Ja

    GPÖ

    Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 4: BürgerInnen-freundliche Unterstützungshürde

     

    In Kärnten sind für Landesvolksbegehren bei ca. 450.000 Wahlberechtigten 15.000 Unterstützungserklärungen erforderlich (ca. 3,3%). Diese Unterstützungshürde ist im Vergleich etwa zu Salzburg (10.000 Unterstützungen bei ca. 390.000 Wahlberechtigten, ca. 2,5%) überproportional hoch angesetzt.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass die Unterstützungshürde für Landesvolksbegehren herabgesetzt wird?

     

    BZÖ

    Ja Ja Ja

    FPÖ

    Ja

    GPÖ

    Ja Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 5: BürgerInnen-freundliche Unterschriftensammlung

     

    Eine lebendige Praxis direkter Demokratie (z.B. Schweiz, Kalifornien, Italien, deutsche Bundesländer) ist fast immer mit der BürgerInnen-freundlichen Regelung verbunden, Unterstützungserklärungen frei zB. im Bekanntenkreis oder bei Infotischen sammeln zu können (dh. ohne amtliche Bestätigung des Unterschriftenvorgangs). Bei freier Sammlung der Unterstützungserklärungen erfolgt die amtliche Überprüfung der Unterschriften erst nach geleisteter Unterschrift. In Salzburg ist eine freie Sammlung der Unterstützungserklärungen vorgesehen.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass Unterstützungen für Volksbegehren frei (dh. ohne Bestätigung des Unterschriftenvorgangs durch das Gemeindeamt) gesammelt werden können?

     

    BZÖ

    FPÖ

    Nein Nein

    Ja Ja Ja

    GPÖ

    Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 6: Faire Abstimmungsbroschüren

     

    Eine gute Regelung direkt-demokratischer Instrumente erfordert BürgerInnen-freundliche Vorausetzungen für die Einleitung des Volksbegehrens bzw. der Volksabstimmung und Verbindlichkeit des Abstimmungsergebnisses. Darüber hinaus ist aber auch Chancengleichheit und Fairness in der Phase der Werbung für das Anliegen des Volksbegehrens bzw. der Volksabstimmung notwendig. Eine offizielle Broschüre, in der die Argumente der BefürworterInnen und GegnerInnen kompakt gegenüber gestellt sind und die an alle Abstimmungeberechtigten verschickt wird, ist dafür ein wesentlicher Aspekt.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass bei Volksbegehren und Volksabstimmungen eine Abstimmungsbroschüre in einem fairen Redaktionsprozess mit den pro- und contra-Argumenten erstellt wird und an alle Abstimmungsberechtigten verschickt wird sowie im Internet zugänglich gemacht wird?

     

    BZÖ

    Ja Ja Ja

    FPÖ

    Ja Ja Ja

    GPÖ

    Ja Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 7: Fairer Kostenersatz

     

    Die finanziellen Möglichkeiten der BetreiberInnen von Volksbegehren bzw. Volksabstimmungen sind manchmal bescheiden. Um die öffentliche Meinung erreichen und überzeugen zu können, sind jedoch erhebliche finanzielle Mittel erforderlich. Es soll nicht eine Frage der finanziellen Möglichkeiten der BetreiberInnen sein, ob sich das Anliegen einer Volksabstimmung bzw. eines Volksbegehrens durchsetzen kann. Insofern soll ein angemessener finanzieller Ausgleich aus öffentlichen Mitteln vorgesehen werden.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass die BetreiberInnen eines Volksbegehrens bzw. einer Volksabstimmung einen Kostenersatz (ähnlich der Wahlkampf-Kostenerstattung der Parteien) erhalten?

     

    BZÖ

    Ja

    FPÖ

    Ja Ja Ja

    GPÖ

    Ja

    GRÜNE

    Ja Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 8: Einfluss der WählerInnen auf die KandidatInnen-Listen

     

    Gegenwärtig werden die KandidatInnen-Listen durch die Parteien festgelegt. Die WählerInnen haben keinen maßgeblichen Einfluss auf die Reihung der KandidatInnen und können daher nicht selber entscheiden, welche KandidatInnen sie in den Landtag bzw. in den Gemeinderat wählen.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass die WählerInnen über die Reihung der KandidatInnen-Listen für den Landtag und für den Gemeinderat entscheiden können?

     

    BZÖ

    FPÖ

    Nein Nein Nein

    GPÖ

    Nein

    GRÜNE

    Nein

    Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    B. Gemeindeebene

     

    Frage 9: Wirksame Initiativ-Volksabstimmungen

     

    In Kärnten ist auf Gemeindeebene zwar ein Gemeindevolksbegehren vorgesehen. Allerdings wird damit nur erreicht, dass sich Gemeinderat bzw. Bürgermeister(in) mit dem Anliegen befassen müssen. Es ist keine Gemeindevolksabstimmung vorgesehen, falls der Gemeinderat dem Anliegen des Gemeindevolksbegehrens nicht entspricht.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass eine Gemeindevolksabstimmung durchzuführen ist, falls das Gemeindevolksbegehren erfolgreich ist und falls Gemeinderat bzw. Bürgermeister(in) das Anliegen des Gemeindevolksbegehrens nicht innerhalb angemessener Frist umsetzt?

     

    BZÖ

    FPÖ

    Nein

    Ja Ja

    GPÖ

    Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 10: Verkürzung der Wahlperiode auf Gemeindeebene

     

    Auf Gemeindeebene besteht die außergewöhnlich lange sechs-jährige Wahlperiode außer für die Kärntner Gemeinden nur noch in Tirol und Oberösterreich.

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass die momentan sechs-jährige Wahlperiode auf Gemeindeebene verkürzt wird?

     

    BZÖ

    FPÖ

    Nein

    GPÖ

    Nein

    Ja

    GRÜNE

    Ja Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

     

    SPÖ

    STARK

     

     

    C. Bundesebene

     

    Frage 11: Resolution an den Bund: Ermöglichung des Wahlrechts aller Betroffenen

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass das Land Kärnten den Bund auffordert, die verfassungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit allen das Wahlrecht für den Gemeinderat und Landtag eingeräumt werden kann, die von Kärntner Politik betroffen sind und die seit gewisser Zeit den Hauptwohnsitz in Kärnten haben?

     

    BZÖ

    FPÖ

    Nein Nein Nein

    GPÖ

    Nein

    Ja Ja

    GRÜNE

    Ja Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

     

    SPÖ

    STARK

     

     

     

    Frage 12: Resolution an den Bund: Wirksame Initiativ-Volksabstimmungen

     

    Wird sich Ihre Partei in der kommenden Wahlperiode dafür einsetzen, dass das Land Kärnten den Bund auffordert, verbindliche Volksabstimmungen nach erfolgreichen Volksbegehren auf Bundesebene einzuführen und für die Landesebene ausdrücklich zuzulassen?

     

    BZÖ

    Ja Ja Ja

    FPÖ

    Ja

    GPÖ

    GRÜNE

    Ja Ja

    KPÖ

    ÖVP

     

    SPÖ

    STARK

     

     

     

     

    • Gehen Sie am 1. März wählen!

    • Machen Sie die Landtagswahl zu einer Richtungsentscheidung für mehr direkte Demokratie!

    • Geben Sie im Zweifel und bei Unentschlossenheit, welche Partei Sie wählen sollen, jener Partei den Vorzug, die sich überzeugender für eine Verbesserung der Demokratiequalität einsetzt!

     

     

     

    Zusammenfassend nochmals alle Parteienantworten im Überblick

    BZÖ

    FPÖ

    GPÖ GRÜNE KPÖ ÖVP SPÖ STARK
    FRAGE 1
    FRAGE 2
    FRAGE 3
    FRAGE 4
    FRAGE 5
    FRAGE 6
    FRAGE 7
    FRAGE 8
    FRAGE 9
    FRAGE 10
    FRAGE 11
    FRAGE 12

    Legende:

    Ja, ist sogar sehr wichtig

    Ja, ist wichtig

    Ja, ist aber weniger wichtig

    Nein, ist aber weniger wichtig

    Nein, ist wichtig

    Nein, ist sogar sehr wichtig

     

     

     

    Feedback - Ihre Meinung ist uns wichtig

    1. War dieser Fragenkatalog für Ihre Wahlentscheidung hilfreich?

    2. Was soll mehr demokratie! an der Darstellung und Aufbereitung solcher Wahlentscheidungs-unterstützender Fragenkataloge verbessern?

    3. Soll mehr demokratie! bei solchen Fragenkatalogen künftig - neben Fragen zu direkter Demokratie - auch andere demokratie-politische Aspekte abfragen? Wenn ja welche? Wieviele Fragen sollen es insgesamt maximal sein?

    Feedback bitte hier

     

     

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    Links zur Kärntner Landtagswahl

    meinparlament.at - Plattform für Fragen & Antworten an die KandidatInnen der Kärntner Landtagswahl und die Kärntner Gemeinderatswahlen

    Wahlkabine - Orientierungshilfe für die Kärntner Landtagswahl

    Informationen auf der Homepage des Amts der Kärntner Landesregierung

    Wahlergebnis Kärntner Landtagswahl 2004

    Wahlergebnisse Kärntner Gemeinderatswahlen 2003

     

    Links zu den kandidierenden Parteien (in alphabetischer Reihenung der Kurzbezeichnungen)

    BZÖ -  Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ Liste Jörg Haider

    FPÖ -  Freiheitliche Partei Österreichs - FPÖ

    GDÖ -  Gaddafi Partei Österreich - Die Weiße Partei kandidiert nur im Wahlkreis Klagenfurt

    GRÜNE -  Die Grünen - Die Grüne Alternative Kärnten

    KPÖ -  Kommunistische Partei Österreichs

    ÖVP -  Dr. Josef Martinz - Österreichische Volkspartei

    SPÖ -  Sozialdemokratische Partei Österreichs

    STARK  -  Liste Stark (dzt. weder Website noch Kommunikationsdaten auffindbar) kandidiert nur im Wahlkreis Klagenfurt

     

     

    Anmerkungen zur grafischen Darstellung der Parteienantworten

    • Die Fragen wurden an alle Landesparteivorsitzenden gerichtet und entsprechend den jeweiligen Partei-internen Abläufen beantwortet.
    • Die allgemeine Fragestellung lautete: "Bitte beantworten Sie diese Ja-/Nein-Fragen durch Ankreuzen, mit welcher Intensität Ihre Partei sich in der kommenden Wahlperiode für bzw. gegen die Durchsetzung des Gefragten anstrengen wird ("Ja, ist aber weniger wichtig", "Ja, ist wichtig", "Ja, ist sogar sehr wichtig", "Nein, ist aber weniger wichtig", "Nein, ist wichtig", "Nein, ist sogar sehr wichtig"). Zu jeder Frage ist auch Raum für einen erläuternden Kommentar Ihrer Antwort bzw. der Position Ihrer Partei vorgesehen."
    • Die Veröffentlichung der Antworten wurde im Schreiben an alle kandidierenden Parteien angekündigt: "Wir werden die interessierte Öffentlichkeit zeitgerecht vor dem Wahltag über die Antworten Ihrer sowie der anderen kandidierenden Parteien informieren."
    • Die Reihenfolge der kandidierenden Parteien erfolgt in alphabetischer Reihung der Kurzbezeichnungen der Parteien.
    • Bei den Links zu den kandidierenden Parteien finden sich Hinweise, falls eine Partei nur in einzelnen Wahlkreisen kandidiert.
    • Die Darstellung der Antworten erfolgt in den Ampelfarben rot für "nein" bzw. grün für "ja".
    • Ein farbiges Kästchen bedeutet, dass die Antwortvariante "weniger wichtig", zwei Kästchen bedeuten, dass die Variante "wichtig" und drei Kästchen bedeuten, dass die Variante "sehr wichtig" gewählt wurde.
    • Erläuternde Kommentare der Parteien zu ihren Antworten können sichtbar gemacht werden, indem der Hyperlink bei der Parteiabkürzung angeklickt wird.
    • Falls eine Partei zu einer einzelnen Frage sich bewusst auf keine Ja-/Nein-Antwort festgelegt hat, wird darauf in einem Hyperlink-Kommentar hingewiesen.
    • Wenn bei einer kandidierenden Partei durchgehend weder farbige Kästchen noch Sprechblasen aufscheinen, so bedeutet dies, dass von dieser Partei noch keine Antworten bei mehr demokratie! eingelangt sind bzw. keine Kommuniktationsdaten dieser kandidierenden Partei auffindbar waren, um in Kontakt treten zu können.

     

     

    KOMMENTARE DER PARTEIEN ZU IHREN ANTWORTEN

     

    FPÖ-Kommentare

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 5:

    "Ich bin der Meinung, daß jeder Bürger, deren Anliegen ihnen besonders wichtig sind, auch den Weg zum Gemeindeamt vornehmen kann und soll. Vor allem ist so auch gewährleistet, daß es zu keiner missbräuchlichen Verwendung der abgegebenen Unterschrift kommt."

    zurück zu Frage 5

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 7:

    "Ein Kostenersatz für Betreiber von Volksbegehren ist prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin jedoch auch der Meinung, daß alle Betreiber auch selbst Sponsoren suchen sollen. Der Vergleich mit der Wahlkampfkostenerstattung der Parteien ist nicht zulässig, da sich Volksbegehrensbetreiber ja persönlich keiner Wahl stellen und daher auch kein persönliches Risiko auf lange Sicht eingehen."

    zurück zu Frage 7

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 8:

    "Nein, das ist nicht vorgesehen. Jede Partei entscheidet frei und selbstständig über ihre Kandidaten. Dieses Angebot steht dann auch zur Wahl. Wenn die Partei gut entschieden hat, dann wird sie auch gewählt – wenn dies nicht der Fall ist, dann wird auch das Ergebnis entsprechend aussehen."

    zurück zu Frage 8

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 9:

    "Da Gemeinden keinen legislativen Charakter besitzen, sehen wir die Notwendigkeiten von Gemeindevolksabstimmungen derzeit nicht. Gemeinden sind an die gesetzlichen Bestimmungen des Landes gebunden."

    zurück zu Frage 9

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 10:

    "Wir sind der Meinung, daß die sechsjährige Wahlperiode durchaus sinnvoll ist, da eine Verkürzung auch dazu führt, daß die Arbeit für die Gemeinde weiter beschränkt wird. Man darf ja nicht vergessen, daß jeder Gemeinderat auch eine gewisse Zeit zum Einarbeiten braucht."

    zurück zu Frage 10

     

    FPÖ-Kommentar zu Frage 11:

    "Nein, diese Frage würde auch das kommunale Wahlrecht für Zuwanderer ohne österreichische Staatsbürgerschaft implizieren, und dies wird von der FPÖ abgelehnt. Im Übrigen sei darauf verwiesen, daß das Ausländerwahlrecht auf kommunaler Ebene vom Höchstgericht bereits im Jahr 2003 in Wien als verfassungswidrig erklärt wurde."

    zurück zu Frage 11

     

     

     

    GPÖ-Kommentare

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 1:

    "Abhaltung einer verpflichtenden Volksabstimmung, wenn 10% der Wahlberechtigten die Unterstützungserklärung unterschreiben."

    zurück zu Frage 1

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 2:

    "Abhaltung einer verpflichtenden Volksabstimmung, wenn 10% der Wahlberechtigten die Unterstützungserklärung unterschreiben."

    zurück zu Frage 2

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 3:

    "Volksabstimmung bei gravierenden inhaltlichen Verfassungsänderungen"

    zurück zu Frage 3

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 4:

    "Die Prozentsätze sollten österreichweit einheitlich festgelegt werden."

    zurück zu Frage 4

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 5:

    "Wir vertrauen dem Volk und wollen keine Schikanen aufstellen."

    zurück zu Frage 5

     

    GPÖ-Kommentrag zu Frage 6:

    "Ziel ist eine objektive Information des Bürgers, damit er sich rasch eine Meinung bilden kann."

    zurück zu Frage 6

     

    GPÖ-Kommentrag zu Frage 7:

    "Wichtige Anliegen dürfen nicht an den finanziellen Mitteln scheitern."

    zurück zu Frage 7

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 8:

    "Die derzeitige Vorzugsstimmenregelung ist ausreichend."

    zurück zu Frage 8

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 9:

    "Auf Gemeindeebene sollten die gleichen Spielregeln gelten wie auf Landesebene."
    zurück zu Frage 9

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 10:

    "Um nachhaltig arbeiten zu können wird eine sechs-jährige Wahlperiode bevorzugt."

    zurück zu Frage 10

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 11:

    "Wahlrecht ist für uns Staatsbürgerrecht. Für neue gute Vorschläge sind wir offen. Wir wollen keinen Menschen das Gefühl der Ausgrenzung geben."
    zurück zu Frage 11

     

    GPÖ-Kommentar zu Frage 12:

    "Gleiche Spielregeln auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene sollten angestrebt werden."

    zurück zu Frage 12

     

     

     

    GRÜNE-Kommentare

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 1:

    "Eine Volksabstimmung ist als Mittel der direkten Demokratie von besonderer Bedeutung und sollte hinsichtlich der Durchführungsvoraussetzungen gelockert werden. Über eine sinnvolle konkrete Ausgestaltung muss aber noch diskutiert werden. Grundsätzlich sollten aber bereits in den Willensbildungs- und Entscheidungsprozess verstärkt BürgerInnen einbezogen werden. Neue Modelle der demokratischen Beteiligung in dieser Hinsicht wären auch angesichts der sinkenden Wahlbeteiligung und der damit immer geringer werdenden demokratischen Legitimation der gewählten VolksvertreterInnen wünschenswert.  Ebenso wichtig ist insofern auch die Ausweitung der Kontrollrechte. Sowohl  im Kärntner Landtag als auch  in den Gemeinderäten sollten diese  effektiver gestaltet werden. Entsprechende Anträge  bereits im Kärntner Landtag eingebracht!"

    zurück zu Frage 1

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 2:

    "Ja, den Grünen Kärnten ist es wichtig, dass es zu verbindlichen Volksabstimmungen kommt, wenn das Anliegen eines erfolgreichen Volksbegehrens nicht innerhalb einer angemessenen Frist vom Landtag entsprechend behandelt wird. Die Verfassungsrechtlichen Vorgaben sowie VfGH Urteile werden dabei aber zu berücksichtigen sein. Allerdings lehnen es die Grünen dezidiert ab, dass über Anliegen abgestimmt wird, die sich gegen Minderheitenrechte, gegen Menschenrechte u. ä. richten!"

    zurück zu Frage 2

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 3:

    "Volksabstimmungen sollten generell eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über alle zu erwartenden Vor- bzw. Nachteile voraussetzen. Daher wäre eine umfassende, objektive und geeignete Aufklärung Voraussetzung für eine wissensbasierte Entscheidung über eine allfällige Gesamtänderung der Landesverfassung."

    zurück zu Frage 3

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 4:

    "Die Grünen Kärnten setzten sich dafür ein, dass direktdemokratische Mittel in Kärnten forciert werden! Diese müssen so gestaltet sein, dass umso weniger Hürden bei der Umsetzung der BürgerInneninteressen eingebaut werden."

    zurück zu Frage 4

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 5:

    "Eine Erleichterung der bürokratischen Hürden bei der Sammlung von Unterstützungserklärungen für Maßnahmen der BürgerInnenpartizipation erscheint als sehr wichtig, da der Erfolg von  Volksbegehren mitunter davon abhängt.  Insofern muss § 5 Abs. 3 des Kärntner Volksbegehrensgesetzes entsprechend novelliert werden!"

    zurück zu Frage 5

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 6:

    "Eine objektive Aufklärung über die beabsichtigten Änderungen im Rahmen einer Volksabstimmung bzw. im Rahmen eines Volksbegehrens oder einer Volksbefragung ist aus der Sicht der Grünen eine Grundvoraussetzung für eine demokratisch erfolgreiche Partizipationsmaßnahme. Vor allem komplexe und komplizierte Inhalte müssen so aufbereitet werden, dass sie von allen BürgerInnen leicht nachvollzogen werden können. Weiters müsste diese Broschüre auch allen zur politischen Partizipation berechtigten Kärntnerinnen und Kärntner zugänglich gemacht werden. Eine solche Abstimmungsbroschüre ist dahingehend zu begrüßen, doch müsste für eine tatsächlich demokratische objektive Aufklärung auch eine entsprechende Regelung für Medien gelten.
    Dennoch sind mediale, populistische Berichterstattung nicht auszuschließen."

    zurück zu Frage 6

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 7:

    "Unsere Befürchtung in diesem Zusammenhang ist dahingehend, dass möglicherweise enormer Missbrauch mit dem Mitteln betrieben werden könnte. Ein möglicher Kostenersatz soll daher begrenzt sein, genau geregelt werden und darüber hinaus sollte die Mittelverwendung auch exakt überprüft werden. Wenn es eine öffentliche objektive „Abstimmungsbroschüre“ gibt, stellt sich die Frage wie sich die zusätzlich zu erwartenden Kosten zusammensetzen sollten?"

    zurück zu Frage 7

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 8:

    "Die Grünen sind basisdemokratisch. KandidatInnen werden von der Landesversammlung direkt gewählt. Es stellen sich nur KandidatInnen zur Wahl, die auch tatsächlich gewählt werden wollen. Dies ist eine individuelle persönliche Entscheidung. Insofern ist es für alle WählerInnen möglich unter jenen KandidatInnen der jeweils bei Wahlen antretenden Parteien, welche sich der Wahl stellen, auszuwählen und darüber hinausgehend ist es ohnehin möglich im Rahmen der Vergabe von Vorzugstimmen KandidatInnen auch vorzureihen. Darüberhinaus besteht auch schon jetzt die Möglichkeit, dass wahlwerbende Gruppen auftreten, die keine etablierte politischen Parteien sind. Insofern wäre aber eine Erleichterung der Wahlhürden an zu denken, wie zB die Senkung der erforderlichen Unterstützungserklärungen für Wahlvorschläge."

    zurück zu Frage 8

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 9:

    "Ja, wenn Minderheitenrechte, Menschenrechte etc. nicht berührt werden und der Kreis der zur Partizipation berechtigten BürgerInnen ausgeweitet wird, auch MigrantInnen, die schon mehrere Jahre in Kärnten leben, sollen die Möglichkeit bekommen eine Unterstützungserklärung abzugeben! Insofern haben die Grünen Kärnten auch bereits parlamentarische Initiativen gesetzt."

    zurück zu Frage 9

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 10:

    "Es ist zu beobachten, dass die Wahlbeteiligung im Sinken begriffen ist. Damit kann die demokratische Legitimierung der MandatarInnen in Frage gestellt werden. Es ist  zudem zu beobachten, dass aufgrund der zunehmenden Verantwortung inkl. Haftungsübernahmen die Bereitschaft von Menschen sinkt, sich als BürgermeisterkandidatInnen zur Wahl zu stellen. All diese Argumente sprechen eigentlich dafür, dass nichts gegen eine längere Periode spricht. Grundsätzlich erscheint es aus Grüner Sicht notwendig, dass die Kontrollrechte gestärkt werden und dass der Rechnungshof auch Gemeinden unter 20.000 EinwohnerInnen prüfen darf."

    zurück zu Frage 10

     

    GRÜNE-Kommentar zu Frage 11:

    "Insbesondere die Partizipationsmöglichkeiten von MigrantInnen sind auszuweiten, da sie derzeit erst nach 10 Jahren die Staatsbürgerschaft erhalten und damit erst nach 10 Jahren politisch partizipieren dürfen."

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    GRÜNE-Kommentar zu Frage 12:

    "Kann so nicht beantwortet werden, da erst die Sinnhaftigkeit des Vorschlages überprüft werden muss. Grundsätzlich wäre auf Grund der Kompetenzteilung der Bund dazu berufen entsprechende Änderungen durchzuführen."

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    KPÖ-Kommentare

     

    KPÖ-Kommentar zu Frage 1:

    "Wenn man davon ausgeht, dass eigentlich die WählerInnen der Souverän sind, müsste eine solche Möglichkeit selbstverständlich sein."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 2:

    "Es wird allgemein eine Demokratiemüdigkeit und Entpolitisierung beklagt, die wesentlich auch daraus resultiert, dass nach erfolgter Stimmabgabe die Meinung der WählerInnen bis zur nächsten Wahl nicht gefragt ist. Mehr direkte Demokratie kann dem entgegenwirken. Wenn ein Volksbegehren eine bestimmte Anzahl von Unterschriften erreicht und der Landtag dem Anliegen nicht Rechnung trägt, sollte verpflichtend eine Volksabstimmung erfolgen."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 3:

    "Volksabstimmungen über Verfassungsänderungen sollten zwingend sein, wobei nach Meinung der KPÖ einheitliche Regelungen für alle Bundesländer notwendig sind. Das gilt auch für die Bundesebene, so hält die KPÖ eine Volksabstimmung über EU-Verträge, die maßgebliche Eingriffe in die Rechtsordnung nach sich ziehen, für unabdingbar."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 4:

    "Auch hier gilt es bundesweit einheitliche, aber niederschwellige Regelungen durchzusetzen. Es ist widersprüchlich, wenn für die Einleitung eines Volksbegehrens auf Bundesebene eine Promille der Einwohnerzahl (das sind rund 8.000 Unterstützungserklärungen) erforderlich sind, für Landesvolksbegehren aber bezogen auf die Bevölkerungszahl ein Vielfaches."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 5:

    "Der KPÖ sind die Mühen der Aufbringung der für eine Kandidatur notwendigen Unterstützungserklärungen beim Amt zur Genüge bekannt. Diese Hürde bezweckt vor allem, durch den Behördengang Menschen von der Teilnahme an politischen Entscheidungen abzuhalten. Die Abschaffung der verpflichtenden Unterschriftenleistung beim Amt wäre ein wichtiger Schritt für mehr Demokratisierung."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 6:

    "Chancengleichheit ist bei wichtigen Entscheidungen wie einer Volksabstimmung eine Grundvoraussetzung. Wenn schon die finanziellen Mittel zwischen den Pro- und Kontraparteien ungleich verteilt sind, so könnte eine solche Abstimmungsbroschüre eine bestimmte Ausgewogenheit schaffen."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 7:

    "Demokratie muss uns was wert sein, heißt es allgemein. Doch im Konkreten ist das ganz und gar nicht der Fall. Die KPÖ tritt daher dafür ein, dass z.B. Parteien, die bei Wahlen antreten aber kein Mandat erreichen, bei der Parteienfinanzierung ebenfalls berücksichtigt werden. Gleiches gilt auch für die BetreiberInnen eines Volksbegehrens, das zur Auflage gelangt. Das Risiko der Vorfinanzierung bleibt unabhängig freilich davon erhalten."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 8:

    "Das geltende Listenwahlrecht steht für politische Standpunkte. Ein reines Persönlichkeitswahlrecht würde Wahlen enorm vom persönlichen finanziellen Einsatz abhängig machen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch Vorzugsstimmen nur in ganz wenigen Fällen wesentliche Veränderungen erfolgt sind, meistens erhalten jene KandidatInnen die meisten Vorzugsstimmen, die ohnehin an der Spitze stehen und diese gar nicht benötigen. Ein Denkansatz wäre das deutsche Modell mit zwei Stimmen, nämlich einer Erststimme als Direktstimme für KandidatInnen im Wahlkreis und einer Zweitstimme für die jeweilige Partei, was den WählerInnen ein Stimmensplitting ermöglicht."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 10:

    "Gerade auf Gemeindeebene sind sechs Jahre eine sehr lange Frist, in der sich enorm viel ändert. Eine Verkürzung auf fünf, besser noch auf vier Jahre hält die KPÖ für notwendig, wobei wir auch hier auf eine bundesweit einheitliche Regelung für alle Länder plädieren."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 11:

    "Die KPÖ ist der Auffassung, wer hier lebt, muss auch alle Rechte haben, damit auch das Wahlrecht. Es ist zudem widersprüchlich, wenn BürgerInnen aus anderen EU-Ländern bei der Gemeinderatswahl wahlberechtigt sind, Menschen aus Nicht-EU-Ländern hingegen nicht."

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    KPÖ-Kommentar zu Frage 12:

    "Mehr direkte Demokratie etwa durch Volksabstimmungen halten wir für notwendig. Bei Erreichen einer gewissen Zahl von Unterschriften sollte ein Volksbegehren automatisch eine Volksabstimmung nach sich ziehen, wenn das Parlament dem Anliegen nicht Rechnung trägt."

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    ÖVP-Kommentar

     

    Die ÖVP Kärnten hat eine Beantwortung der 12 Ja-/Nein-Fragen verweigert und sich einer direkten Vergleichbarkeit mit den Antworten der anderen kandidierenden Parteien entzogen. Die ÖVP Kärnten begründet dies damit, dass mehr demokratie! die ÖVP Kärnten nicht persönlich kontaktiert habe. mehr demokratie! sieht dies nicht so, denn mehr demokratie! hat sämtliche kandidierenden Parteien, die auf die 12 Demokratie-Fragen nicht innerhalb der erbetenen Frist reagiert haben, zunächst per Email und später auch telefonisch erinnert.

     

    Kommentar der ÖVP Kärnten zu den 12 Demokratie-Fragen:

     

    "Wenn Sie mit uns persönlich in Kontakt treten, geben wir gerne ausführlicher Auskunft über unsere Vorstellungen. Generell ist jedoch festzuhalten, dass die Mehrzahl Ihrer Vorschläge

    1. den politischen Gestaltungsspielraum einengen und bestehende Abläufe unpraktikabel machen
    2. Entscheidungen enorm verzögern
    3. das politische Parteiensystem ad absurdum führen und
    4. parteipolitisch motivierter und hetzerischer Stimmungsmache Tür und Tor öffnen.

    Die Republik Österreich hat es in den letzten 64 Jahren aus den Fängen einer Diktatur und völliger Zerstörung in eine blühende Existenz als einer der hochentwickeltsten und wohlhabendsten Staaten der Welt gebracht – mit der bestehenden Parteiendemokratie und Gesetzeslage. Selbstverständlich sind wir auf Basis unserer Verfassung zu Weiterentwicklungen gerne bereit, die unser System effizienter, demokratischer und menschlicher machen. Jede und jeder StaatsbürgerIn hat zur Mitwirkung an einem solchen Prozess die Möglichkeit, jede und jeder StaatsbürgerIn kann im Rahmen der bestehenden Parteienlandschaft sowie mit einer neuen Partei hier gestalterischen Miteinfluss nehmen und ist somit auch bei uns, der ÖVP Kärnten, zur Mitwirkung herzlich eingeladen."

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