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Newsletter Ausgabe
Ausgabe vom 2011-06-16 15:53:10
mehr demokratie! - newsletter (2009-05-03)
mehr demokratie! NEWSLETTER 2009-1 (03.05.2009)
Hallo [NAME], in den nächsten Tagen gibt es eine Fülle an interessanten Demokratie-Terminen, auf die wir in diesem md!-Newsletter hinweisen wollen. 1. Ein anderes Europa schaffen! (4./5. Mai, Wien) Das Team von mehr demokratie!
1. Ein anderes Europa schaffen! Vorschläge für ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa Eine Gemeinschaftsveranstaltung von AK, ÖGB, Attac, Beigewum, Grüner Bildungswerkstatt und Renner-Institut sucht in einer Podiumsdiskussion (am heutigen Montag) sowie in einer ganztägigen Konferenz (am kommenden Dienstag) nach den Ursachen der aktuellen Krisen sowie nach Lösungen für ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa. Vortrag und Podiumsdiskussion SymposiumTermin: Di.05.05.2009, 9:00-17:00 Zu dieser Thematik ist soeben eine Publikation von Mehr Demokratie Deutschland erschienen. Das Buch "Europa nicht ohne uns! Abwege und Auswege der Demokratie in der Europchen Union" kann portofrei zum Preis von € 9,90 bestellt werden bzw. gratis heruntergeladen werden.
Wie demokratisch ist die österreichische Medienlandschaft? Antworten auf diese Fragen ergeben sich aus der Überprüfung mehrerer Aspekte wie die der Interessen von MedieneigentümerInnen und großer InserentInnen sowie durch die Beobachtung der LeserInnenresonanz. Zu klären ist, welche Auswirkungen diese Faktoren auf die Ethik des Journalismus, auf die jeweilige Blattlinie und auf die Haltung der Leitmedien zu bestimmten Grundfragen haben. Vortrag:
Am Europatag werden WissenschafterInnen, Mitglieder des Europchen Parlaments sowie AktivistInnen in einer Konferenz über die geplanten Ausführungsbestimmungen zur European Citizen Initiative (ECI) diskutieren. Die ECI ist das sogenannte Europche BrgerInnenbegehren des Lissabon Vertrags, dh. eine Art Volksbegehren auf EU-Ebene bei 1.000.000 Untersttzungserklngen aus mehreren EU-Staaten. Die ECI orientiert sich am Modell der unverbindlichen Agenda-Setting-Initiative. Artikel 11 Absatz 4 EU-Vertrag sieht demnach eine bloße Aufforderung an die EU-Kommission vor, eine gesetzgeberische Initiative zu ergreifen. Trotz dieser grundsätzlichen Mängel der ECI sollte jenen Bestrebungen entgegengetreten werden, die das ohnehin schwache Instrument der ECI noch zusätzlich mit bürokratischen Hürden überfrachten wollen. Diese Salzburger Konferenz wird praktische Probleme europaweiter Kampagnen diskutieren und an EU-Kommission und EU-Rat eine Schlusserklärung mit Empfehlungen für eine praxisgerechte und BürgerInnen-freundliche Ausgestaltung der ECI richten. An den Diskussionen dieser Konferenz kann auch online über die Konferenz-Website teilgenommen werden. Ort: Europasaal Edmundsburg, Mönchsberg 2, 5020 Salzburg Mehr Infos zur ECI
4. Die Qualität der österreichischen Demokratie - Befunde und Reformperspektiven In der internationalen politikwissenschaftlichen Diskussion wird immer häufiger die Frage nach dem Zustand der europäischen Demokratie(n) und nach notwendigen Weiterentwicklungsperspektiven gestellt, und es werden zahlreiche Krisensymptome aufgezählt. Konstatiert werden etwa ein zunehmendes Misstrauen der BürgerInnen in Politik und Parteien; eine Abnahme der Fähigkeit der intermediären Institutionen, den Willen der BürgerInnen zu repräsentieren; Funktionsverluste der nationalen Parlamente und eine Aushöhlung demokratisch legitimierter Entscheidungsgewalt durch die Internationalisierung der Politik, einhergehend mit der Privatisierung hoheitlicher Tätigkeiten. Buchtitel wie "Die Krisen der Demokratie" (Ralf Dahrendorf) oder der vom Politikwissenschafter Colin Crouch geprägte Begriff der "Postdemokratie" verweisen auf einen Vertrauensverlust in die Demokratie schlechthin. Diese Befunde zu debattieren und die österreichische Situation zu analysieren, ist Ziel des Symposiums, in dessen Mittelpunkt folgende Fragen stehen: Was macht die Qualität einer Demokratie aus? Welche Kriterien sind mit Blick auf die unterschiedlichen Demokratiemodelle der libertären und der sozialen Demokratie ausschlaggebend? Wie stellt sich die Qualität der österreichischen Demokratie in international vergleichender Perspektive dar? Welche Bruchlinien und welcher Reformbedarf können aufgezeigt werden? Termin: Do.14.05.2009, 14:00 (Konferenz), 19:00 (Podiumsdiskussion) Zum Diskussionsstand im Jahr 2002 über diese Thematik gibt es einen Gratis-Download der Publikation "Demokratiequalität in Österreich. Zustand und Entwicklungsperspektiven"
Beim bevorstehenden Referendumstermin am Sonntag, 17. Mai 2009 stimmen die SchweizerInnen über (1.) die Einführung biometrischer Reisepässe sowie über (2.) die Verankerung von Komplementärmedizin in der Schweizer Verfassung ab. (1.) Einführung biometrischer Pässe und Identitätskarten Gegen das Gesetzesvorhaben, auch in der Schweiz - so wie in den USA und in der EU - biometrische Reisepässe einzuführen, wurde ein fakultatives Referendum (Veto-Referendum) ergriffen. Die Pro-Seite inklusive Regierung und Parlament argumentiert, dass nur auf diese Weise die bestehenden Reisemöglichkeiten ohne Visum aufrechterhalten blieben, dass bei Nichtumsetzung das Schengen-Visum die Schweiz nicht mitumfassen würde und daher mit Nachteilen im Fremdenverkehr zu rechnen wäre. Demgegenüber betont das breite Bündnis der "Freiheitskampagne", dass die vorgesehene zentrale Speicherung der biometrischen Daten sogar weit ber die Schengen-Vorgaben hinausschießt. Die Freiheitskampagne warnt vor einem Ausbau des Üerwachungsstaats und sieht im Funk-Chip und den Ungewissheiten der Datenabfragen und -nutzungen eine Einschränkung der Freiheiten als StaatsbürgerInnen. Dossier des Schweizer Parlaments (mit vielen weiterführenden Informationen) (2.) Komplementärmedizin in die Schweizer Verfassung Das Parlament hat als Gegenentwurf zur Volksinitiative "Ja zur Komplementedizin" einen Verfassungsartikel ausgearbeitet. Dieser neue Artikel verlangt, dass Bund und Kantone im Rahmen ihrer Zuständigkeiten die Komplementärmedizin berücksichtigen. Dieser Gegenentwurf setzt die Ziele der Volksinitiative "Ja zur Komplementedizin" mit anderen Mitteln um. Angesichts dieses erreichten Erfolgs hat "Ja zur Komplementedizin" ihre ursprüngliche Initiative zurückgezogen. Nähere Infos auf der Kampagnen-Website "Ja - Zukunft mit Komplementedizin" Bitte unterstützen Sie unser Engagement für Direkte Demokratie! Ihre Spende stärkt unsere Unabhängigkeit. mehr demokratie! Spendenkonto: Blz. 14200 (Easybank)
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